Nach dem Sturz einer der schrecklichsten Diktaturen der Geschichte des Nahen Osten, des Ba’th-Regimes, entstand für Frauen und Männer im Irak ein Freiraum, der trotz des anhaltenden Terrors und der traditionell patriachal geprägten Gesellschaftsstrukturen in einigen Gebieten des Landes von der Zivilbevölkerung genutzt wird. Zum Beispiel von jenen Jugendlichen im nordirakischen Gebiet von Sharasur, Halabja und Hauraman, die mit dem Sender "Dengue Nué" (Neue Stimme) ein einzigartiges Projekt umsetzten: sie gründeten ein parteiunabhängiges und freies Community Radio.

Die Bilder von den Opfern gingen um die Welt: Väter, die vergeblich versucht hatten,  ihre Kinder vor dem Gas zu schützen, verkrümmte Körper, die auf der Flucht in den Straßen liegen blieben. Für die Überlebenden begann eine jahrelange Odyssee durch Flüchtlingslager und Zwangssiedelungen.
Amensty International (Arbeitsgruppe Frauenrechte) interviewte im Mai 2007 Mitarbeiterinnen von LeEZA (damals WADI Österreich) über die Situation von Frauen im Irak und über die Arbeit von LeEZA (damals WADI Österreich) .
Während der Krieg im Iraq als mediales Großereignis über die Bildschirme flimmerte, wurden die Positionen der iraqischen Opposition von der Öffentlichkeit kaum wahrgenommen oder wenn überhaupt oft nur sehr verzerrt von sogenannten "NahostexpertInnen" transportiert. Dabei wären es gerade die Betroffenen selbst gewesen, die zum ba´thistischen Regime Saddam Husseins, zu dessen militärischem Sturz durch die USA und ihre Verbündeten und zu den Vorstellungen über einen zukünftigen Iraq einiges zu sagen hatten.
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