Beiträge von root

Şingal und der IS: Der jihadistische Genozid an den Êzîdî und die Folgen

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  • Eindrücke vom Frauenzentrum Kolishina in Amûdê
  • Vom mörderischen Hass auf den Engel Pfau
  • Kurzmeldungen
  • Êzîdîsches Leben und Organisationen in Sinjar/Şingal
  • Bring back our Girls from IS
  • Êzîdîsche Selbstorganisation in Österreich
  • Interview mit einer Lehrerin in Wien
  • Buchvorstellungen
  • Gespräch mit einem Êzîdî in Wien
  • Kommentar zur österreichischen Des-Integrationspolitik
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1915 – 2015: Der Genozid an ArmenierInnen und AssyrerInnen. Gedenken, Leugnen, Aufarbeiten.

  • ln_1_15-final-1Frauenverein Kolişina: Neues aus Amûdê
  • Mehr als hundert Jahre Einsamkeit: Der Genozid an den ArmenierInnen
  • Seyfo – Der vergessene Genozid an den AssyrerInnen
  • Die letzten Urenkel. ArmenierInnen im heutigen Kurdistan
  • Verschweigen und Decken. Über die Rolle Österreichs im armenischen Genozid
  • Kommentar: Jihadisten und IslamhasserInnen
  • Kurzmeldungen
  • Buchvorstellungen
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Syrisch-Kurdistan: Bürgerkrieg, Selbstverwaltung und Kampf um Frauenrechte

LeEZA-Nachrichten Ausgabe 10 2014/1

  • Kolishina: Einsatz für Frauenrechte in Amûdê
  • „Die Frau muss sich selbst verteidigen und um ihre Rechte kämpfen!“
  • Bürgerkrieg und prekäre Autonomie in Syrisch-Kurdistan
  • PYD-Chef Salih Muslim sprach mit LeEZA in Wien
  • Kommentar zur europäischen Flüchtlingspolitik
  • Kurzmeldungen und Buchvorstellungen
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Spendenaufruf für ein Frauenzentrum in Syrien

LeEZA-Spendenaufruf zur Unterstützung des unabhängigen Frauenvereins KOLISHINA in Amûdê (Kurdistan, Syrien, beginnend mit Oktober 2013- laufend 2015)

Der Unabhängige Frauenverein von Amûdê (früher: Komela Jinên Kurd li Amûdê, heute: Kolishina) hat sich 2012 im Zuge der Proteste gegen das syrische Regime und der Befreiung der kurdischen Gebiete Syriens in der Kleinstadt Amûdê zusammengefunden. Im Gegensatz zu vielen anderen Organisationen vor Ort hat sich der Frauenverein Kolishina bewusst überparteilich organisiert. Im Vorstand sind parteiunabhängige Frauen und Mitglieder unterschiedlicher kurdischer Parteien. Der Verein ist damit keine Vorfeldorganisation einer bestimmten Partei, sondern versucht unabhängig von der politischen Orientierung Frauen in Amûdê zu unterstützen.

In der Kleinstadt Amûdê, mit etwa 48.000 EinwohnerInnen, gab es schon vor dem Bürgerkrieg nur wenige Möglichkeiten für Frauen zu arbeiten und sich weiterzubilden, geschweige denn, selbstständig zu leben und ein eigenes Einkommen zu verdienen. Damit sind Frauen abhängig von Ehemännern, Brüdern und Vätern und haben selten die Chance, sich aus schwierigen Familienkonstellationen zu lösen. Bei familiären Konflikten gibt es keine Institutionen, die Frauen unterstützen würden.

Frauenzentrum Amude

Die Aktivistinnen von Kolishina (früher Komela Jinên Kurd li Amûdê)vor einem Raum, den sie bis vor Kurzem einmal in der Woche zwischennutzen konnten. (Foto: Thomas Schmidinger, Amûdê, Jänner 2013)

Durch den Krieg sind nun zusätzlich tausende Familien und alleinstehende Frauen als Intern Vertriebene nach Amûdê gekommen, die notdürftig bei Familien oder in leeren Schulgebäuden untergebracht wurden. Kolishina bietet auch für diese Frauen und deren Familien eine Anlaufstelle. Keine einzige internationale Hilfsorganisation, mit Ausnahme des UNHCR (seit 2015) bietet vor Ort Unterstützung an. Über 500.000 (sic!) IDPs, also Intern vertriebene Flüchtlinge, sitzen in Syrisch-Kurdistan, ohne jegliche Versorgung. Der letzte Winter war schon schlimm, der nächste wird dramatisch enden, wenn sich keine großen NGOs bereiterklären auch innerhalb Syriens (in jenen Gebieten, in denen es zur Zeit möglich ist), zu helfen.

In Amûdê selbst kam es bisher nicht zu offnen Kriegshandlungen. Die unmittelbar an der türkischen Grenze gelegene Stadt leidet aber wie andere kurdische Gebiete Syriens unter massiven Versorgungsproblemen, den geschlossenen Grenzen zur Türkei und den nahen Auseinandersetzungen von kurdischen Einheiten mit dschihadistischen Milizen.

Kolishina bemüht sich trotz der Bürgerkriegssituation darum:

  • Frauen Zugang zu Bildung zu ermöglichen und ihnen Fähigkeiten für Handwerk und Arbeit zu lehren.
  • Frauen bei der Suche nach eigenen Jobs zu unterstützen.
  • Frauen zu motivieren und zu stärken.
  • Seminare und Kurse aller Art für Frauen anzubieten.
  • die Gleichstellung von Frauen mit Männern zu propagieren.
  • IDP in Amude zu unterstützen
  • die Gesundheit von Frauen zu stärken und Wissen über den eigenen Körper zu vermitteln.

Im Vergangenen Jahr wurden Workshops zu medizinischen, sozialen, kulturellen und politischen Themen durchgeführt, die ganz überwiegend von Frauen selbst abgehalten wurden. Frauen wurden zu Krankenschwestern und Friseurinnen ausgebildet. Ein spezieller Fokus lag zudem auf der Unterstützung von Frauen mit Kindern, die besonders unter den Folgen des Bürgerkriegs in Syrien leiden.

All diese Aktivitäten finden jedoch unter sehr schwierigen Bedingungen statt. Kolishina war bisher davon abhängig, dass andere Gruppen ihnen Räume zur Verfügung stellen. Mit den zunehmenden innerkurdischen Spannungen zwischen den kurdischen Parteien wurde das in den letzten Monaten immer schwieriger. Deshalb hat sich er Verein nun entschieden ein eigenes Zentrum aufzubauen.

Für die Einrichtung und den Betrieb dieses Frauenzentrums in Amûdê durch Kolishina sammeln wir Spenden! Jeder Euro hilft.

Aufgrund der Kriegshandlungen in Syrien ist es derzeit schwierig, Geld in die Region zu bringen. Es gibt keine funktionierenden Banken in Syrisch-Kurdistan. Allerdings ist es möglich, das Geld mit zuverlässigen Kurieren gegen eine Quittung nach Amûdê zu bringen. LeEZA-Vorstandsmitglied Thomas Schmidinger hat sich im Jänner 2013 bei einer Recherchereise nach Syrisch-Kurdistan selbst ein Bild von den Aktivitäten der Komela Jinên Kurd li Amûdê gemacht. Ebenso auch Obfrau Mary Kreutzer, bei einer weiteren Reise nach Syrien im Februar 2015. Die Stadt selbst ist so weit sicher, dass die Aktivitäten auch während des Krieges fortgesetzt werden können und es gibt Wege, das Geld sicher an die Kolishina weiterzuleiten.

Unser Spendenkonto lautend auf LEEZA:

IBAN: AT4432 0000 0006 955355
BIC: RLNWATWW

Jeder Euro hilft.

Mit freundlichen Grüßen,
das LeEZA-Team

13. Oktober 2013 / aktualisiert 27. Mai 2015

Frauenzentrum in Dêrsim/Tunceli

Besucherinnen und Nutznießerinnen des von der Bürgermeisterin der kurdischen Stadt Tunceli/Dêrsim Edibe Şahin in Kooperation mit LeEZA und einer Startfinanzierung durch die Stadt Wien und durch den Weltgebetstag der Frauen Österreich neu gegründeten Frauenzentrums sind die Bewohnerinnen der Stadt sowie der Dörfer rund um die Stadt.

Es sind dies in erster Linie Frauen und Mädchen, die sowohl von individueller als auch von struktureller Gewalt betroffen sind. Hauptsächlich ist das häusliche Gewalt, Zwangsverheiratung, sexualisierte Gewalt, politische Gewalt durch das türkische Militär, Zwangsprostitution und Armut.

Die Frauen, die in Tunceli/Dêrsim wohnen, sind Einheimische, bzw. Binnenflüchtlinge, deren Dörfer während des Krieges der 1990er Jahre durch das türkische Militär zerstört und in Brand gesetzt wurden. Andere wiederum mussten ihre Dörfer verlassen, weil sie dem Netz an Staudämmen, mit dem die Region überzogen wird, im Wege standen.

Erstmalig soll es durch die Initiative der Gemeinde ein kleines Frauenzentrum samt einem mobilen Betreuerinnenteam geben, das psychosoziale und rechtliche Beratung, Begleitung und Betreuung für die benachteiligten Frauen und Mädchen, anbietet. Es werden auch Aufklärungsvorträge für Männer (Gewalt, Sexualität, uvm.) angeboten.

Das Zentrum bzw. die Mitarbeiterinnen sollen Unterstützung bei der Lösung der Probleme bieten, die durch Binnenmigration und durch die oben angeführten Gewaltsituationen entstanden sind.

Fotobericht unserer Projektreise in die Osttürkei

Wir besuchten im April 2012 gemeinsam mit zwei Journalistinnen der Frauensolidarität und der APA das Frauenzentrum in Dêrsim, trafen uns mit Initiativen und Vereinen in Diyarbakir, Dêrsim und Van, und reisten in das durch den Ilisustaudamm bedrohte Hasankeyf. Weiters beobachteten wir einen der Gerichtsprozesse („KCK-Prozesse“) in Diyarbakir.

Hier können Sie unseren Fotobericht über die Reise lesen:

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Geschlecht und Sexualität in Türkisch-Kurdistan

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  • Letzter Ausweg: Selbstmord oder Prostitution?
  • Unterstützung für junge Menschen in Dêrsim/Tunceli
    „Abtreibung ist ein Recht, Uludere ist ein Massaker!“
  • Hebûn: LGBT-Organizing in Türkisch-Kurdistan
  • Interview: „Selbst wenn wir mit unserem Leben bezahlen…“
  • Menschenrechte und der KCK-Prozess in Diyarbakır Van – ein halbes Jahr nach der Katastrophe
  • Hasankeyf: „Niemand möchte von hier wegziehen“
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Frauenzentrum KHANZAD im Irak (2009-2011)

Unterstützung inhaftierter Frauen und Mädchen im Nordirak

LeEZA kooperiert seit 2009 mit der NGO Haukari und mit dem Frauenzentrum „Khanzad“ im nordirakischen Sulaimania. Haukari und Khanzad arbeiten bereits seit 1999 mit Frauen und Mädchen im Untersuchungsgefängnis und seit kurzem auch im Straf- und Jugendgefängnis von Sulaimania.

Konkret förderte LeEZA mit Hilfe öffentlicher Gelder und privater Spenden aus Österreich ein Projekt von Khanzad zur juristischen, medizinischen und psychologischen Unterstützung inhaftierter Frauen und Mädchen von 2009 bis 2011.

Diese sind zum größten Teil wegen „Ehebruchs“, „Prostitution“, „Kuppelei“ oder „Bettelei/Rumtreiberei“ im Gefängnis. Hintergrund ihrer Inhaftierung ist in vielen Fällen die Flucht vor Zwangsverheiratung und Gewalt in der Familie. Daher bildet die Zusammenarbeit mit den Familienangehörigen der Betroffenen zur Erarbeitung von Perspektiven nach der Entlassung (Reintegration, Schutz vor Gewalt und Ehrenmord) einen weiteren Schwerpunkt des Projektes. Schlussendlich stellen Lobbyarbeit für die Verbesserung der Haftbedingungen und Reformen im Strafvollzug sowie begleitende Öffentlichkeitsarbeit gegen die soziale Marginalisierung der Angeklagen einen weiteren Schwerpunkt der Kooperation dar.

Link: www.haukari.de/

Dieses Projekt wurde von LeEZA, Haukari eV, dem Weltgebetstag der Frauen Österreich, Amnesty International Netzwerk Frauenrechte und der Stadt Wien unterstützt.

Liegt der Minoritenplatz in Ankara?

Warum türkische Schulen kein Problem, aber auch keine Lösung für die vorhandenen Probleme sind

Von: Thomas Schmidinger, Die Presse, 17.4.2010

Ein fast nebenbei hingeworfener Satz des Wiener Bürgermeisters Michael Häupl sorgte vergangene Woche für Aufregung. Häupl erklärte auf einer Pressekonferenz mit dem türkischen Botschafter, dass er sich eine türkische Schule nach dem Vorbild des Lycée Français vorstellen könne, also eine Eliteschule, die von Kindern wohlhabender türkischer Eltern besucht würde, die sich entsprechendes Schulgeld auch leisten könnten. Für die überwiegende Mehrzahl türkischer Kinder hätte diese Schule keinerlei Relevanz, und die Idee ist nicht so neu, dass sie die Aufregung rechtfertigen würde.

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Durchs wilde Kurdistan? Selbst- und Fremdbilder von Kurden und Kurdinnen

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  • Ein Zwischenbericht des LeEZA-Projektes: Betreuung inhaftierter Frauen in Sulaimania
  • „(..)Kurdistan(…), wo es starke und muthige Männer gibt.“
  • Blue Connection to Kurdistan
  • Linke Revolutionsträume. Das Kurdistan-Bild der linken Solidaritätsbewegungen
  • „Kinder der Meder“ oder wie kurdische Selbstbilder aus Europa nach Kurdistan importiert wurden
  • „Das Interessanteste am kurdischen Befreiungskampf sind die Frauenaktivitäten.“ Interview mit Sakina
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